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Das Spiel mit offenen Karten

Das Spiel mit offenen Karten

Wir alle wissen, dass man sich im Amazon Spiel oftmals auf einem Minenfeld bewegt, dass nicht ganz übersichtlich ist. Deshalb habe ich mich mit einem Amazon Experten und meinem Anwalt zusammengetan und wir haben uns in die Tiefen von Amazons TOS und des deutschen Rechts begeben. In dieser Email möchte ich folgende Fragen beantworten:

Die Fragen

  1. Darf ich eine Rechnungsemail mit Bitte nach Verkäufer Feedback versenden?

  2. Darf ich Verkäufer Feedback beantworten und nach einer Produktrezension fragen?

Die Antworten

1. Die Bitte nach Verkäufer Feedback

Amazon sendet selbst eine Email mit Bitte um eine Rezension an den Kunden raus. Eine weitere Email, um eine Bewertung zu generieren, ist laut Amazon erlaubt:

“You may request feedback from a buyer, however you may not pay or offer any incentive to a buyer for either providing or removing feedback.”

An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass dem Kunden keine Gegenleistung (z.B. ein Rabatt angeboten werden darf). Außerdem ist es nicht erlaubt den Link zur Review Seite in der Rechnungsemail zu nennen.

Nun, hier befinden wir uns wohl in einer Grauzone, aber was ist mit dem deutschen Recht?

Jegliche Emails, die nach einer Bewertung fragen, können abgemahnt werden. eRecht24 schrieb 2013 passend:

“Auch wenn die Abmahnung auf den ersten Blick vielleicht verwunderlich erscheint, so sollten Online-Händler sich immer wieder bewusst machen, dass dem Versand von E-Mails zu Werbezwecken gerade in Deutschland sehr enge Grenzen gesetzt sind. So kann auch eine vermeintlich freundlich gemeinte Bitte zur Bewertungsabgabe eine unerlaubte Spam-Mail darstellen. Dies wird deutlich, wenn man bedenkt, dass unter den Begriff „Werbung“ jegliche Maßnahme fällt, die auf eine Erhöhung des eigenen Umsatzes abzielt.

Insbesondere stellt die Anzahl von positiven Bewertungen im Internet häufig ein gewichtiges Kriterium für die Kaufentscheidung von Online-Kunden dar – was zur Folge hat, dass eine Anfrage zur Bewertungsabgabe in der Konsequenz mit dem Gedanken verbunden ist, durch eine gesteigerte Anzahl an Bewertungen den eigenen Umsatz zu erhöhen.”

Fazit
Amazon sagt: Jein (eher Nein)
Deutsches Recht sagt: Nein

2. Vom Verkäufer Feedback zur Produktrezension

Laut Amazon ist die zweite Bitte nach einer Bewertung nicht erlaubt. Man riskiert hier eine Sperrung des eigenen Accounts, wenn ein Kunde (der bereits eine positive Bewertung abgegeben hat), deine Vorgehensweise abmahnt. Hier gilt wieder: Alles auf eigene Gefahr. Da die (generelle) Bitte nach einer Rezension ebenfalls unter “Werbung” fällt, ist diese nach dem deutschen Recht ebenfalls nicht erlaubt.

Fazit
Amazon sagt: Nein
Deutsches Recht sagt: Nein

Die Lösung?

Das deutsche Recht, wie oben dargestellt, gilt nur für den E-Mail Verkehr und nicht für offline Lösungen: Zum Beispiel eine Visitenkarte oder Postkarte im Paket. Dies bedeutet, dass du deinen Kunden auf eine originellere Art und Weise fragen kannst, ob er oder sie eine Bewertung hinterlässt. Wichtig ist hier Kreativität und vielleicht sogar einen weiteren Nutzen dieser Karte. Beispielsweise: Rückseite wird zum Einkaufszettel oder enthält einen schönen Spruch für seinen/ihren Liebsten.

Je individueller und überraschender deine Lösungen sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Kunde eine Bewertung hinterlässt.